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Herzschrittmacher- / Defibrillator- / Ereignis-Rekorder-Nachsorge

Wir verfügen über eine umfangreiche technische Ausstattung zur Abfrage und Programmierung nahezu aller gängigen Herzschrittmacher-, Defibrillator- (ICD) und Ereignis-Rekorder- (ILR) Typen. Etwa drei Monate nach Implantation eines Herzschrittmacher/ICD erfolgt die Endprogrammierung, die im weiteren Verlauf je nach medizinischer Notwendigkeit alle sechs bis zwölf Monate kontrolliert werden sollte. Durch Auflage des Programmierkopfes auf den Herzschrittmacher/ICD/ILR kann der Herzschrittmacher/ICD/ILR ausgelesen und die Funktion des Gerätes überprüft werden. Neben der Überprüfung der eigenen Herztätigkeit werden die Batteriespannung und die Elektroden (soweit vorhanden) überprüft. Bei der Herzschrittmacher/ICD-Kontrolle bestimmt der Reizschwellentest mit wie viel elektrischer Energie das Gerät den Herzmuskel mindestens stimulieren muss, um eine elektrische Aktivierung des Herzmuskels hervor zu rufen. Mit dem Wahrnehmungstest wird das Erkennen der eigenen Herzaktivität durch den Herzschrittmacher/ICD überprüft. Zudem wird insbesondere bei ICDs der Speicher des Gerätes ausgelesen um festzustellen, ob zwischenzeitlich relevante Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind oder gar mittels Überstimulation bzw. Schockabgabe beendet werden mussten. Basierend auf diesen Überprüfungen wird entschieden, ob die bisherigen Einstellungen belassen werden können, eine Umprogrammierung erfolgt oder/und eine Veränderung der medikamentösen Therapie notwendig ist. Die Dokumentation der Untersuchung erfolgt für den Patienten durch Mitgabe des Abfrage Ausdrucks. Diesen sollte der Patient zusammen mit dem Herzschrittmacher/ICD-Ausweis immer bei sich tragen und bei der nächsten Kontrolle beides vorlegen. Das Vorliegen des Herzschrittmacher/ICD-Ausweises und der letzten Abfragedokumentation ist insbesondere in Notfallsituationen, bei einem Arztwechsel oder aber bei Untersuchungen mit elektro- und magnetfelderzeugenden Geräten relevant.